Heidedistanz 2017 - rosmagazin.nl

Ein Distanzritt ist eine Art Marathon zu Pferd. In diesem Fall gleich mehrere Marathons, denn mit meinem Pferd Iros lege ich in 24 Stunden eine Distanz von minimal 82 und maximal 160 Kilometer zurück.
Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Seit fünf Jahren reite ich diese Art von Wettkämpfen, aber dieser ist etwas ganz Besonderes. Es wird der längste und härteste Ritt werden, an den ich je teilgenommen habe.
Darüber hinaus starten wir um Mitternacht im Dunkeln. Ich trainiere seit Monaten dafür, baue meine eigene Kondition, aber auch das von meinem Pferd auf. Wie jeder Star, hat auch er einen Ersatz bereitstehen, denn für ein starkes Konkurrenzfeld muss er in Topform sein und Unfälle passieren nun mal leicht. Sein Ersatz ist mein anderes Pferd Abbath. Dass wir zusammen für einen guten Zweck unterwegs sind macht das ganzen besonders speziell.

Spricht man in der Pflege über Geld, geht es immer um die Finanzierung der medizinischen Angelegenheiten. Andere Aktivitäten, die zum Beispiel dazu dienen den Aufenthalt der Patienten so angenehm wie möglich zu machen, fallen immer aus dem Finanzierungsraster. Aber deshalb sind sie nicht weniger wichtig. Nehmen wir Beispielsweise die Unterhaltung auf der Kinderstation. Eine fantastische Gruppe von Freiwilligen kümmert sich dort jeden Tag um sehr kranke Kinder, die oft lange im Krankenhaus verbleiben. Die Ablenkung wirkt Wunder, und gibt ihnen Selbstvertrauen. Die Freiwilligen machen z.B. Filmchen mit unheilbaren Kindern, als bleibende Erinnerung für die Familie.
Der einzige Weg, um diese Art von Tätigkeit aufrecht zu erhalten, läuft über Spenden von Einzelpersonen und Unternehmen. Ich möchte gerne einen kleinen Teil dazu beitragen. Ich lasse mich für die Heidedistanz sponsern. Wie viel ich zusammen bekommen werde weiß ich nicht, aber die ersten Spenden sind bereits eingegangen. Mit dem Erlös können in der Kinderstation hoffentlich noch viel mehr inspirierende Aktivitäten organisiert werden, damit die Kinder sich wieder für kurze Zeit als Kinder fühlen statt als Patienten. Und in ihrer eigenen Art und Weise ihre Träume verwirklichen.
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