Heidedistanz 2015 - von Melanie de Jong

Von Melanie de Jong (deutsche Übersetzung von Dinie Achterstraat, Original siehe unten)

Der Heidedistanz ist ein Distanzritt der bei vielen auf der Wunschliste steht. Dieser besondere Ritt hat das erste Mal im Jahr 1973 stattgefunden und wurde seitdem durch viele verschiedene Organisatoren veranstaltet. Das Konzept ist immer gleich geblieben. Du startest um Mitternacht bei Vollmond und hast 24 Stunden Zeit um 160 Km zurückzulegen.
Etwa nach 30 Kilometer ist ein Vetgate. Das schöne ist das du, dadurch das du von A nach B reitest, immer wieder neuen Landschaften bereitest. Die Strecke ist unter anderem mit Knicklichtern markiert.
Ab der Vetgate bei 81 Km kannst du den Ritt in der Wertung beenden.
Das hört sich nicht so schwierig an, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Ritt nicht mal eben zu Ende geritten wird. In den 80-er Jahren hat in einem Jahr niemand die 160 Km geschafft. 2015 ist das Jahr mit den meisten Finisher auf 160 km (16). Rekordhalter für die schnellste Zeit dieses Rittes ist Albert Fichtel mit seinem Fjordhengst.
Gut zu wissen ist das:
Reiter mindestens 18 Jahre alt sein muss, das Pferd minimal 7 Jahr alt
Neben einem Gesundheitszeugnis von einem NVWA Arzt (*) brauchst du auch ein "Traces Document" (*) und eine "Riding permit" vom KNHS.(*)
Informationen und Anmeldung geht über: www.vdd-aktuell.de oder www.heidedistanz.de .
Jetzt erzählen einige Reiter die diesen Wettkampf geritten sind und ihre Erfahrungen mit uns teilen wollen:
Heidedistanz
Im Jahr 2013 haben Amaryllis und ich einen Traum verwirklicht: Einen 100-Meiler reiten und dann gerade die Heidedistanz. Ich hatte viel über dieser Ritt gehört und dies schien die ultimative Erfahrung für mich. Wir hatten bereits mehrere 80km + Wettkämpfe geritten, also schien mir der 100 Meiler wie ein ziemlich bahnbrechender Schritt. Nach dem ich erfolgreich einen 100Km Distanzritt absolviert hatte war ich sicher, dass wir einen nächste Schritt in 2014 machen könnten. Unsere erste Klasse IV fortsetzen zu können war eine Tatsache!
Die Heidedistanz bedeutet für mich Adrenalin, Herausforderung, Verzicht, Geselligkeit und natürlich Spaß. Adrenalin, weil die Heide dem Ganzen eine besondere Dimension gibt. Die ersten Kilometer musste ich mich kneifen, nur um zu erkennen, dass es real war und kein Computerspiel. Ich war nicht sicher, wie viele Reiterpaare vor oder hinter mich waren. Amaryllis war ein Bündel voller Energie und ich hatte keine Ahnung, was ich tat, aber wir folgten einfach den Anderen. Nach und nach kehrt während der Nacht die Realität zurück und zieht das Starterfeld etwas auseinander und der Tatsache, dass es dunkel ist fällt weniger auf.
Beim Trott-by sah ich Grooms auf dem Weg den ich nicht gut erkennen konnte und plötzlich bist du schon am Tierarzt vorbei . Das erste Mal (2013) war dies jedoch nicht so und es gab einen kleinen Stau, und Amaryllis nutzte die Gelegenheit, ein paar hohe Schule-Übungen durchzuführen. Plötzlich ist das erste Vetgate da welches noch in der Dunkelheit ist.
2013 werde ich nie vergessen, nach der wilden ersten Runde habe ich wirklich eine Pause gebraucht und ich saß und begann von Anspannung zu schluchzen. Amaryllis aß gut und danach wurde jede Runde besser.
Im darauffolgenden Jahr (2014) war die erste Runde viel weniger heftig nach meiner Erfahrung!
Die Zeit und die Entfernung scheint auch sehr viel schneller zu sein in der Nacht und am frühen Morgen. 80 Kilometer sind vorbei geflogen. Mit einer Stunde Pause und Frühstück merkten meine grooms und ich schon, dass wir eine Nacht ausgelassen hatten. Bevor wir alle zusammenbrechen, gehen wir wieder auf der Strecke. Der einzige, der nicht ist kollabiert ist Amaryllis. Sie isst und trinkt und geht jede Runde frisch auf den Weg.
Die Strecke ist schön, es ist bis zu 30 Grad heiß im Jahr 2013. Ich reite meistens allein und genieße in vollen Zügen. Kein Weg ist der gleiche weil wir von A nach B reiten. Ich denke, das deshalb die Entfernungen durch Pferd und Reiter auch anders erlebt werden. Im Jahr 2014 bleibt es unter 24 Grad und damit sind perfekte Bedingungen.
Beide Male in der letzten Runde kommt die Müdigkeit und Reiten fühlt sich falsch an. Aber die Ziellinie (Pauseneingang) am Nachmittag von 100 km und 120 km ist der ultimative Moment. Dann kann jeder kollabieren und abends die deutsche Gemütlichkeit genießen und wir sind alle wunderbar Aktiv in der Nacht. Am nächsten Morgen schließen wir ab mit einem gemeinsamen Frühstück, die Nachuntersuchung und Siegerehrung mit Pferd.
Die Heidedistanz ist ein schönes Abenteuer mit Ihrem Kumpel!
Roos Roes

Heide Distanz
Die Heidedistanz, Onno hat mir darüber erzählt, es 10 Jahre her, und seitdem hatte ich dieser Distanzritt auf meiner Wunschliste. Nachdem ich einen Distanzritt über 120 km in Grolloo im vergangenen Jahr mit Cal gut durchgeritten hatte, wurde die Heide mein Ziel für 2015. In Mai ritten wir 120 km in Stuhr, Cal lief dieses Rennen in ihre Pantoffeln, aber ich verbrachte die letzten 40 km mit Magen - Bauchschmerzen und Übelkeit auf dem Pferderücken . Im Ziel kam ich tot krank von meinem Pferd Cal. Es folgte eine miserable Nacht, in der ich mir vornahm nie wieder 80+ Ritte zu reiten. Denn ich leide schon seit mehr als 30 Jahren an zwei chronischen Darmerkrankungen; Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Während eines Trainingswochenendes habe ich auf anraten von Henk Bos hin, Sport–Ergänzungsnahrungsmittel versucht. Keine Empfindlichkeiten von Magen und Darm. Ich hatte wieder Hoffnung. Ich war noch nie mit Cal in der Dunkelheit gestartet. Cal, aber vor allem ich war sehr angespannt. Beim warmlaufen sangen wir: "Siehe der Mond scheint durch die Bäume" (hahaha).
Dann näherte sich die Gruppe von freiwilligen Helfern mit Fackeln zu Beginn dem Start, ein ganz besonderes Erlebnis. Den traditionellen Schluck Schnaps habe ich natürlich ausgelassen. Mit dem normalerweise tretenden Pferd Cal , wollte ich von hinten starten. Beim langsam angehenden Start sah ich nichts in der Dunkelheit der Nacht, weil ich blind bin, aber ich vertraute Cal. Nun ritten wir aus dem Wald heraus durch den Vollmond und ich konnte etwas mehr sehen. Bei 35 km war die erste Tierarzt Kontrolle in der Dunkelheit (nach einem Trot-By). Cal war in Ordnung, und nach 30 Minuten Pause gingen wir wieder weiter. Nun nur ein 16 km Stück Strecke. Auf halbem Weg als es ein wenig heller wurde, sah ich den Mond auf der einen Seite und die aufgehende Sonne auf der anderen Seite. Das war ein schöner Anblick! Diese vet check bot das gleiche und es war wieder gut. Es war jetzt ganz leicht. Cal hatte die ersten gelaufenen 50 km an meinen Armen gezogen und jetzt wo es hell war durfte sie ihr eigenes Tempo laufen. Und so ritten wir die 20 km schnell bis zur 80 km Tierarzt Kontrolle. Die grooms saßen entspannt beim Frühstück, aber ich habe gleich vorgestellt und es war alles wieder ok, obwohl es schon heiß geworden war. Jetzt eine Stunde Ruhe, Cal in ihrem Paddock und ich meine flüssigen Diät. In jeder Tierarzt Kontrolle trank ich ein solches Paket und auch eine Flasche Wasser mit einem Carbo Loader. Dann gingen wir wieder weitere 20 km. Zuerst habe meine Kühlweste angezogen, und Cal gab wieder Gas. Wir kamen jetzt in die hügelige Heide auf tiefe Sandwege. Was für eine schöne Gegend, diese Ansicht werde ich nie vergessen, so schön! Leider konnte ich keine Bilder machen weil Cal sich weigerte anzuhalten. Bei der 100 km vet check hatten wir alle Reiter bis auf 2 überholt. Auch jetzt in dem vet check war es wieder ganz gut, der Veterinär war zufrieden, jetzt hatten wir 50 Minuten Pause. Ich fühlte mich immer noch gut, so ging ich vertrauensvoll auf die nächsten 20 km. Und wieder war ich allein auf der Strecke in der Heide. Was war es heiß und was hat Cal an mich gezogen. Das war ein sehr schweres Stück, keine Trosspunkte, brütend heiß. Das war mental für mich richtig hart und ich dachte ans aufhören. Schließlich gab es ein Wasserstelle und ich traf auf Onno und einen anderen Reiter. Wir ritten zu Dritt zum 120 km Stopp. Im vet check war nach einigen Eimer Wasser und Abkühlen der Puls von Cal auf 48! Ich wurde auch von Marie gekühlt und beschloss weiter zu reiten. Aber mit einer zusätzlichen Stunde Ruhe, es waren mehr als 36 Grad. Es war sehr stickig, und leider waren hier und dort Bänder entfernt und Onno und ich sind falsch geritten. Wir hatten beschlossen ein gemütliches Tempo zu reiten. Bei einer Bachdurchquerung haben wir die Pferde einige Zeit im Wasser stehen lassen. Die Pferde pumpten ganz ordentlich, aber ich sah das Cals Herzschlag noch normal war. Dann waren wir beim Tierarzt Kontrolle bei 140 km, soweit war ich noch nie gekommen, also was das schon einen Sieg! Ich überlegte mit dem Tierarzt ob mein Pferd gut genug ist für das letzte Stück? Cal war müde, aber immer noch gut genug. Leider konnte Onnos Pferd seine Hitze nicht gut loswerden, und ich bin nach einigem Zweifel schließlich die letzten 16 Kilometer allein auf der Strecke gegangen. Nach 4 km, dachte ich, was habe ich da angefangen? Cal lief aber immer noch gut, am Ende des Naturschutzgebietes kam JJ auf mich zu mit Wasserflaschen. Ich war so glücklich, sie zu sehen und sie machte mir so viel Mut. So ermutigte ich mich den ganzen Weg und Callie: "wir schaffen es, nur noch ein kleines Stück, ein wenig, komm Whopper!" Plötzlich höre ich Leute in der Ferne: "Callie kommt!". Wir sind durch die Kurve und dann höre ich Marie zu mir schreien, JJ kommt zu uns gelaufen! Cal denkt: "Ja Guten Tag, ich werde nicht zwischen all diese schreien Menschen gehen." Und dann haben wir es geschafft! Mir wurde gratuliert und plötzlich bekam ich einen Eimer Wasser über mich vom Tierarzt. Meine ersten 160, es ist eine Tatsache. Was für ein Erlebnis! Was für ein Sieg! Ein Ritt ohne Bauchschmerzen, keine Magenschmerzen und Übelkeit. Cal zog mich am nächsten Morgen schon auf der Strecke, bereit für die nächste Runde. Dann folgt die Siegerehrung. Wir wurden die zweiten. Und als Überraschung gewann ich den best condition. Was für ein Kompliment für all die Jahre der Ausbildung, mit überlegtem und vorsichtigem reiten, auf mein Pferd hören. Was für eine Erfahrung, und ich bin so glücklich mit meinen Trossern: für sie ist es harte Arbeit, viel Wasser tragen, nicht schlafen und mich mental unterstützen. Alles verlief reibungslos, es passte alles so gut zusammen. 1000 mal Dank liebe Marie, Susan, JJ und Pauline - ohne euch hätte ich es nie geschafft. Und dann Callie, meine Waldhexe, sie erstaunt mich seit 17 Jahren aber ich hoffe, dass noch viele Km zusammen kommen. Die Heidedistanz war eine tolle Erfahrung, die ich nie hätte missen wollen , auch unter diesen Umständen nicht.

Henny Hoeksma
Die Heidedistanz 3-5 Juli 2015
Es gelang mir 120 km zurückzulegen mit Temperaturen tagsüber von über 38 Grad.
Es ist erst mein zweites Rennen in der Klasse 4. Mitte Mai habe ich die 120 km in Stuhr (Deutschland) gut absolviert, in Vorbereitung auf die 160 km Heidedistanz. Allerdings war es in Stuhr frisch und es nieselte während die Heidedistanz heiß war; mitten am Tag dürften es gut 40 Grad gewesen sein. Eine trockene Hitze mit zum Glück etwas Wind. In der Nacht von Freitag auf Samstag sind 33 Pferd-Reiterpaare genau um Mitternacht gestartet. Unter dem Jubel der Helfer und anderer Akteure, durch das Licht der Fackeln geführt und nach einem Drink von Schnaps. In dieser Nacht ist Vollmond und ich denke, dass wir wahrscheinlich etwas sehen werden. Aber nein, im Wald, ist es stockdunkel. Ich folgte ein Pferd vor mir mit Henny Hoeksma hinter mir und wurde von Marlen, einer deutschen Reiterin gefolgt. Nach 10 Kilometern übernahm Henny die Führung und so verfolgten wir den Weg, den wir nur mit einer Kopflampe auf dem Helm und durch Knicklichter in den Bäumen fanden. Der erfahrene Onno Grund ging an der Spitze und so gingen wir zu viert. Es fühlte sich für mich wie einen fahrenden Zug an. "Sehr aufregend" hörte ich Marlen noch sagen, und das war es auch.
Fast 3 Stunden später kamen wir in das erste vetgate. Durch die drückende Hitze der Nacht hatte ich Kopfschmerzen, so dass ich Ibuprofen und Eis auf den Kopf nahm (Eis hatten wir im Zusammenhang mit der zu erwartenden Hitze massiv mitgebracht). Mehr Trinken war der Rat für Pferd und Reiter.
Wie schön ist es wenn das Tageslicht kommt, die Vögel zu zwitschern beginnen, die Sonne aufgeht und Sie wissen, eine schöne, lange und besonders heißen Tag kommt? Um etwa 8.30 Uhr am Morgen waren gut 81 Kilometer geschafft. Guy, mein Freund und Trosser, hatte das Paddock schon bereit und nachdem Edessa durch Guy versorgt und durch den Tierarzt positiv bewertet war, hatten wir etwas mehr Ruhe und konnten mit dem Frühstück beginnen.
Die nächste Stufe, noch 20 km. Die Hitze wird deutlich spürbar. Bei 100 Km die Pause im Schatten von den Bäumen verlängert. Wie oft habe ich heute meinen Kopf und die Arme unter kaltem Wasser gespült zur Kühlung, wieder kühlen und immer noch ist zu kühlen.
Wir starten gegen 13.15 Uhr zusammen mit Marlen auf den Weg zu 120 km Stopp. Vor dem Verlassen plante ich immer noch nach 120 km weiter zu reiten. Nach wenigen Kilometern in der brütend heißen Heide wusste ich: ich richte meine Konzentration auf den nächsten 20 km und dann würde ich aufhören auch wenn ich von den Tierärzten aus weiterreiten dar. Ich bin 120 Kilometer in einer schönen Gegend geritten mit guten Wegen (mein Pferd reite ich barfuß). Es war nach 120 km für Reiter und Pferd schön gewesen.
Die Heidedistanz ist ein freundlicher und gut organisierter Distanzritt und auf jeden Fall ein Muss für jeder Distanzreiter. Ich bin stolz auf mein Pferd Edessa und erfreut, dass Guy und meine Schwester mich getrosst haben. Ein Tipp: sicherstellen, dass Sie die richtige GPS Koordinaten haben. Wir haben von den Koordinaten profitiert der Janjaap Spreij in unser Telefon gespeichert hat. Es wäre sonst eine schwieriges Suchen geworden um die Strecke in der Nacht zu finden.
Els Maane

Zitate:
Roos: "die Heidedistanz ist für mich Adrenalin, Herausforderung, Verzicht, Geselligkeit und natürlich Spaß."
Henny: "Meine ersten 160, das ist eine Tatsache. Was für ein Erlebnis! Was für ein Sieg! "
Els: "Wie schön ist es, wenn das Tageslicht kommt, die Vögel zu zwitschern beginnen, die Sonne aufgeht und Sie wissen, eine schöner, langer und besonders heißen Tag kommt!"



Anmerkungen Übersetzer:
NVWA Arzt : Tierarzt beim Gesundheitsamts für Tiere in NL
"Traces Document" : Equidenpass
"Riding permit" vom KNHS: Starterlaubnis von Niederländischen Distanz Vereinigung


Von Melanie de Jong


De Heidedistanz is een wedstrijd die voor vele op het wensenlijstje staat. Deze bijzondere wedstrijd werd voor het eerst georganiseerd in 1973 en heeft sindsdien verschillende organisatoren gekend maar het concept is altijd hetzelfde gebleven. Je start om middernacht bij volle maan en hebt 24 uur om 160 km af te leggen. Om de ongeveer 20 kilometer is een vetgate. Het leuke is dat je van A naar B (enz) rijdt waardoor je steeds in een nieuwe omgeving rijdt. De route is onder andere gemarkeerd met glowsticks.
Vanaf de vetgate op de 81 km kun je bij elke vetgate kiezen om je wedstrijd te stoppen. Zolang je paard wel goed gekeurd wordt telt het dan alsnog als goed uitgereden wedstrijd. Dat klinkt misschien niet zo moeilijk maar in het verleden is wel bewezen dat je deze wedstrijd niet zomaar even uitrijd. In de jaren ’80 heeft niemand de 160km gehaald, 2015 heeft het record met meeste finished op de 160 ooit. Het record voor het snelst uitrijden van deze wedstrijd staat op naam van Albert Fichtel met zijn Fjorden hengst!

Handig om te weten is dat;

  • Ruiters minimaal 18 jaar moeten zijn en het paard minimaal 7 jaar oud.
  • Naast een gezondheidscertificaat van een NVWA keuringsarts moet je ook een Traces Document meenemen en een riding permit van de KNHS.
  • Informatie en inschrijven kan via: www.vdd-aktuell.de of www.heidedistanz.de

Hier onder komen een aantal ruiters aanbod die zelf deze wedstrijd hebben gereden en hun ervaringen met ons willen delen.

Heidedistanz
In 2013 hebben Amaryllis en ik een droom verwezenlijkt; het rijden van een 100+ wedstrijd en dan ook nog de Heidedistanz. Ik had al veel over deze wedstrijd gehoord en dit leek mij de ultieme ervaring. We hadden al Meerdere 80km + wedstrijden gereden dus 100 leek mij een mooie grensverleggende stap. Na het succesvol uitrijden van deze wedstrijd wist ik zeker dat wij nog een stapje verder konden gaan in 2014. Onze eerste klasse IV werd een feit!
De Heidedistanz is voor mij adrenaline, uitdaging, afzien, gezelligheid en uiteraard plezier. Adrenaline omdat ‘s Nachts starten een bijzondere dimensie geeft. De eerste kilometers moest ik mijzelf even knijpen om te beseffen dat het echt was en geen computerspel. Ik wis niet hoeveel  combinaties er voor of achter mij reden. Amaryllis was één bonk energie en ik had geen idee wat ik deed, we volgden maar gewoon. Gaandeweg in de nacht keerde de realiteit terug en valt de massastart wat uit elkaar en begint het feit dat het donker is minder op te vallen.
Bij de Trott-by zag ik wat grooms langs het pad staan die ik niet zo goed kon herkennen en dan rijdt je opeens je groom voorbij en voor je het weet ben je ook voorbij een dierenarts gekomen. De eerste keer was dit echter niet zo en was er een kleine opstopping tot ongenoegen van Amaryllis die van de gelegenheid gebruik maakte om wat hoge school oefeningen uit te voeren. Plotseling doemt de eerste vetgate op en beleef je een deze in het donker.
2013 zal ik nooit vergeten, na de woeste eerste ronde moest ik echt even bijkomen, ik zat daar maar te snikken van de spanning. Amaryllis stond goed te eten en daarna is elke ronde fijner gegaan. Het jaar daarop (2014) was de eerste ronde een stuk minder woest in mijn beleving!
De tijd en afstand lijkt ook veel sneller te gaan in de nacht en vroege morgen. 80 kilometer is voorbij gevlogen. Met een uur pauze en ontbijten merkten mijn grooms en ik wel dat er een nacht is overgeslagen. Voordat we allemaal inzakken gaan we weer op pad. De enige die niet even inzakt is Amaryllis. Ze eet en drinkt goed en gaat elke ronde weer fris op pad.
De route is mooi, het loopt in 2013 op naar 30 graden. Ik rijd vooral alleen en geniet volop. Geen pad is hetzelfde want we rijden van A naar B. Ik denk dat de afstandsbelevening voor paard en ruiter daarom ook anders is. in 2014 blijft het onder de 24 graden en daarmee de perfecte omstandigheden.
Beide keren in de laatste ronde begint de moeheid wel toe te slaan en rijden we verkeerd. Maar over de eindstreep komen in de middag van 100km en 120km is het ultieme moment. Daarna kan iedereen inzakken en ’s avonds genieten van Deutsche Gemütlichkeit en zijn we allemaal wonderbaarlijk actief. De volgende ochtend afsluiten met een gezamenlijk ontbijt, de nakeuring en de prijsuitreiking met paard.
De Heidedistanz is een heel mooi avontuur met je maatje!
Roos Roes

De Heide distanz
De Heidedistanz ,Onno vertelde mij er 10 jaar geleden over en sindsdien had ik deze wedstrijd op mijn wenslijstje. Nadat ik met Cal vorig jaar 120 km in Grolloo goed had uitgereden werd deze wedstrijd mijn doel voor 2015. In Mei reden we de 120 km in Stuhr, Cal liep deze wedstrijd op haar sloffen uit, maar ik daarentegen heb de laatste 40 km met maag- en buikpijn en misselijk op paard gezeten. Eenmaal bij de finish kwam ik doodziek van Cal. Er volgde een ellendige nacht waarin ik me voornam om geen 80+ wedstrijden meer te rijden. Ik heb namelijk al 30 jaar 2 chronische darmziektes; Crohn en CU. Tijdens een trainingsweekend heb ik sportvoedingssupplementen uitgeprobeerd op aanraden van Henk Bos. Geen reacties van maag en darmen. Ik had weer hoop. Ik had nooit eerder met Cal in het donker gestart. Cal, maar vooral ik was erg gespannen. Met instappen zongen we: “Zie de maan schijnt door de bomen” (hahaha). Dan komt de groep vrijwilligers met fakkels richting de start aangelopen, echt een heel bijzondere ervaring. Het traditionele slokje schnaps heb ik uiteraard overgeslagen. Met een normaal gesproken meppende Cal, wilde ik graag achteraan starten. We gingen rustig van start, ik zag niks in het donker want ik ben nachtblind maar ik vertrouwde op Cal. Nu reden we uit het bos en door de volle maan kon ik iets meer zien. Op 35 km was de eerste vetgate in het donker. Cal was oké en na 30 minuten rust gingen we weer door. Nu een kort stuk van16 km. Halverwege begon het al wat licht te worden, Ik zag de maan aan de ene kant en de opkomende zon aan de andere kant. Dat was een prachtig gezicht! Ook deze vetgate was het gelijk aanbieden en weer was het goed. Het was inmiddels geheel licht. Cal had 50 km aan mijn armen lopen trekken en nu bij licht mocht ze haar eigen tempo gaan lopen. En zo reden we de 20 km vliegensvlug tot aan de 80 km vetgate. De grooms zaten heerlijk aan het ontbijt, maar daar was ik al. Gelijk aangeboden en weer alles oké, ondanks dat het al wel warm aan het worden was. Nu een uur rust, Cal in haar paddock en ik aan mijn vloeibare voeding. In elke vetgate dronk ik zo’n pakje leeg en daarnaast nog een flesje water met een carboloader. Daar gingen we weer, volgende 20 km. Eerst mijn koelvest aangetrokken en Cal gaf weer gas. We kwamen nu namelijk over de heuvelige heide met zware zandpaden. Wat een prachtig gebied, dit uitzicht vergeet ik nooit meer, zo mooi! Helaas geen foto kunnen nemen aangezien Cal niet wilde stoppen. Bij 100 km vetgate hadden we, op 2 ruiters na, iedereen ingehaald! Ook nu bij de vetgate was Cal weer prima in orde, de vet was tevreden, nu 50 minuten rust. Ik voelde me nog steeds goed, dus ging met vertrouwen de volgende 20 km in. En weer ging ik alleen op pad, de heide op. Wat was het warm en wat bleef Cal aan me trekken. Dit was een heel zwaar stuk, geen groompunten, bloedheet, veel alleen gereden. Dit was voor mij mentaal ook echt zwaar en ik dacht eraan te stoppen. Uiteindelijk kwam er een waterput en haalde ik Onno en nog een ruiter in. Met z'n drieën zijn we richting 120 km gereden. In de vetgate was na wat emmers water en koelen bij Cal haar hartslag 48! Ik werd ook uitgebreid gekoeld door Marie en besloot toch door te gaan. Maar wel met een uurtje extra rust, het was al ruim 36 graden. Het was heel erg benauwd aan het worden en helaas waren ook hier en daar lintjes weggehaald en waren Onno en ik dus fout gereden. We hadden afgesproken een rustig tempo te rijden. Toen we een beekje door gingen hebben we de paarden dan ook even in het water laten staan. Ze stonden wel flink te pompen, maar ik zag aan Cal haar hartslag dat deze nog steeds normaal was. Toen waren we bij de 140 km vetgate, zover was ik nog nooit gekomen, dit was al een overwinning! Ik heb nog wel overlegd met de vet, is mijn paard goed genoeg voor het laatste stuk? Cal was wel moe, maar nog goed genoeg. Het paard van Onno kon helaas de warmte niet goed kwijt en ik ben na even twijfelen uiteindelijk toch de laatste 16 km alleen op pad gegaan. Na 4 km dacht ik, waar ben ik aan begonnen?! Maar Cal bleef toch goed doorlopen, aan het einde van het natuurgebied kwam JJ me tegemoet gerend met waterflessen. Wat was ik blij om ze te zien en wat moedigden ze me weer aan. Zo heb ik de hele weg mezelf en Callie aangemoedigd, ”we kunnen het, nog een klein stukje, kom op kanjer!” Ineens hoor ik mensen roepen in de verte: “kom op Callie!”. We zijn er, de bocht door en dan hoor ik Marie me toeroepen, JJ komt weer aan gerend, Cal denkt,”Ja dag, daar ga ik niet heen ,al die gillende mensen.” En dan hebben we het gehaald! Ik word gefeliciteerd en krijg ineens een emmer water over me heen van de vet. Mijn eerste 160 er is een feit. Wat een belevenis! Wat een overwinning! Een wedstrijd zonder buikpijn, zonder maagpijn en misselijkheid. Cal trok me de volgende morgen al weer over de weg, klaar voor een volgend rondje. Dan volgt de prijsuitreiking, we zijn 2e geworden. En als verrassing won ik de Best Condition prijs; wat een compliment voor al die jaren training, met beleid rijden, luisteren naar mijn paard. Wat een ervaring en wat ben ik blij met mijn grooms, voor hen was het ook keihard bikkelen, zoveel water sjouwen, niet slapen en mij mentaal steunen. Alles verliep op rolletjes, ze pakten alles samen zo goed op. 1000 maal dank lieve Marie, Susan, JJ en Pauline, zonder jullie had ik het nooit gered. En dan Callie, mijn bosheks, ze blijft me steeds maar weer verbazen,17 jaar, maar ik hoop nog heel veel km samen. De HeideDistanz was een geweldige ervaring,die ik nooit had willen missen, ook niet in deze omstandigheden.
Henny Hoeksma

De Heidedistanz 3-5 juli 2015
Het is mij gelukt om 120 km te volbrengen met een temperatuur overdag van ruim 38 graden.
Het is pas mijn tweede wedstrijd in de klasse 4. Half mei heb ik de 120 km in Stuhr (Duitsland) goed uitgereden als voorbereiding op de 160 km Heidedistanz. Echter in Stuhr was het fris en miezerde het licht en tijdens de Heidedistanz was het heet; midden op de dag over de heide zal het misschien wel 40 graden geweest zijn. Een droge hitte met ,gelukkig wel, wat wind. In de nacht van vrijdag op zaterdag zijn er 33 combinatie om precies middernacht vertrokken. Onder het gejuich van de grooms en andere betrokkenen, begeleidt door het licht van fakkels en na het nuttigen van een slok snaps. Die nacht is het volle maan en ik dacht dan zullen we vast wel wat zien. Maar nee, in het bos is het stik donker. Ik volgde een paard voor mij met Henny Hoeksma erachter en werd gevolgd door Marlen een Duitse amazone. Na een kilometer of 10 nam het paard voor mij de benen, Henny nam het over en zo vervolgde wij het pad alleen met een koplampje op de helm en de breeklichtjes in de bomen die het pad aanwezen. De meer ervaren Onno Grund nam de voorhoede over en zo vervolgde wij met zijn vieren het pad. Het voelde voor mij als een rijdend treintje. “Very exciting” hoorde ik Marlen nog roepen en dat was het ook.
Bijna 3 uur later kwamen we in de eerste vetgate aan. Door de drukkende warmte in de nacht had ik al hoofdpijn, dus aan de ibuprofen en ijs op het hoofd (ijs hadden we massaal meegenomen in verband met de verwachte hitte). Meer drinken was het advies zowel voor paard als ruiter.
Hoe mooi is het als het daglicht zich aandient en de vogels beginnen te kwetteren, de zon opkomt en je weet dat een mooie, lange en vooral hete dag er aan komt? Om ca. 8.30 uur in de ochtend zaten 81 goed uitgereden kilometers erop. Guy mijn vriend en groom had de paddock voor Edessa al klaar en nadat Edessa verzorgt was door Guy en goedgekeurd door de dierenarts hebben we wat langer rust genomen en konden we aan het ontbijt beginnen.
De volgende etappe, weer 20 km erbij, de warmte begin je nu goed te voelen. Op 100 km weer extra rust genomen in de “luwte” van de bomen. Hoe vaak heb ik vandaag niet mijn hoofd en armen onder koud water af gespoeld om te koelen, koelen en nog is te koelen.
Om ca. 13.15 uur vertrokken, samen met Marlen, op weg naar de 120 km. Vóór vertrek mijn blik nog gericht om na de 120 km door te kunnen rijden. Na een paar kilometer over de gloeiend hete heide wist ik het: mijn focus richten op de komende 20 km en daarna zou ik stoppen ook als ik door mag van de veterinaire. Ik heb 120 mooie kilometers uitgereden in een mooie omgeving met goed begaanbare paden (mijn paard rij ik blootvoets). Het was na die 120 km mooi geweest zowel voor ruiter als paard.
De Heidedistanz is een vriendelijke en goed georganiseerde wedstrijd en zeker een aanrader om aan deel te nemen. Ik ben trots op mijn paard Edessa en blij dat Guy en mijn zus mij hebben gegroomd. Eén tip zorg dat je de juiste GSM coördinaten hebt. Wij hebben dankbaar gebruik gemaakt van de coördinaten die JanJaap Spreij in onze telefoon heeft gezet. Het was anders lastig zoeken geweest om in het holst van de nacht de weg te vinden.
Els Maane

Quotes:
Roos: “De Heidedistanz is voor mij adrenaline, uitdaging, afzien, gezelligheid en uiteraard plezier.”
Henny: “Mijn eerste 160 er is een feit. Wat een belevenis! Wat een overwinning!”
Els: “Hoe mooi is het als het daglicht zich aandient en de vogels beginnen te kwetteren, de zon opkomt en je weet dat een mooie, lange en vooral hete dag er aan komt?”

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