Über die Heidedistanz


Die Heidedistanz ist der älteste Hundertmeiler Deutschlands und besticht durch ein ganz besonderes Flair, geprägt von einem großen Zusammenhalt untereinander und der engen Partnerschaft von Pferd, Reiter und Betreuern.

Traditionell wird die Strecke in der Woche vor dem Wettkampf per Pferd markiert. Die Strecke schlängelt sich von Süd nach Nord durch die Lüneburger Heide, weswegen er auch der „Ritt von Hannover nach Hamburg” genannt wird.

Gestartet wird um Mitternacht bei Fackelschein vom urigen Rittergut Feuerschützenbostel bei Celle, wo die Reiter - schon auf dem Pferd - mit einem kräftigen Schluck selbstgemachten Schlehenlikör in die Nacht verabschiedet werden. Jetzt wird durch die vom Vollmond beleuchtete Nacht geritten - hierfür müssen Reiter und Pferd ein besonderes Vertrauensverhältnis haben.

Fast schon gespenstisch tauchen immer wieder die kurz zuvor als Markierung aufgehängten Knicklichter in den Bäumen auf. Langsam reitet man durch den Frühnebel in den Sonnenaufgang.

Nach 80 km gibt es eine Stunde Frühstückspause, ab hier können die Reiter sich ca. alle 20 km (also in jeder folgenden Pause) mit unseren Tierärzten beraten und den Ritt dann frühzeitig in der Wertung beenden.

Weiter geht es durch das wunderschöne Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide, die endlosen Sandwege mit grandiosem Weitblick scheinen nie zu enden.
Und doch erscheint irgendwann auf einer Wiese bei Brackel das langersehnte Zielbanner. Unter großem Jubel aller Anwesenden kommen die müden und überglücklichen Reiter und Pferde ins Ziel. Der Abend klingt gemütlich mit Gesang und Gitarrenspiel am Lagerfeuer aus, nachdem sich alle am reichhaltigen Grillbuffet gestärkt haben.

Der Sonntag beginnt mit der Nachuntersuchung. Ob sich die Strapazen am Vortag wirklich „gelohnt” haben, zeigt sich erst jetzt. Denn die Pferde müssen noch einmal den kritischen Augen unserer Tierärzte vorgestellt werden. Erst wenn von allen drei Tierärzten die Daumen nach oben zeigen heißt es:

„Abenteuer Heidedistanz erfolgreich bestanden!“